32 Leute fanden sich zur Gründungsversammlung am 02.11.1955 im Gasthaus Platt in Beerfelden ein. Der Skiclub 1955 Beerfelden wurde aus der Taufe gehoben.
Schon damals dachte man an die Wirkung des Vereins auf den zukünftigen Fremdenverkehr.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Wilhelm Hering gewählt. An ihn erinnert noch der jährliche Wilhelm-Hering-Gedächtnislauf, ein Waldlauf im Herbst.
2. Vorsitzender wurde Georg Dörr, Schriftführer Gottfried Schmitt, Rechner Wolfgang Braner, Sportwart Georg Burkhartswieser.
Auf den jungen Verein kam gleich viel Arbeit zu, wie Parkplätze zu schaffen, Gestrüpp und Büsche zu entfernen, Wege zu ebnen, usw.Die Beiträge waren gestaffelt. Kinder unter 14 Jahren waren frei, Jugendliche kosteten 0,30DM und Junioren 0,50DM.
Am Fassnachtsumzug 1956 beteiligte man sich  mit einer Fußgruppe.
Im Februar 1956 wurden die Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Die Springer mussten, in Ermangelung einer Schanze in Beerfelden, zum Katzenbuckel fahren.
Sogar Kreismeisterschaften wurden ausgerichtet. 114 Aktive und ca. 800 Zuschauer fanden sich in der Buchhelle ein. Die schlechte Berichterstattung in Zeitung und Rundfunk wurde beklagt.
Am 18.03.1956 fand die erste Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Glocke“ statt. Der Vorstand wurde erweitert.
Die vielfältigen Ereignisse im Vereinsleben alle zu schildern, würde in diesem Rahmen einfach zu weit führen.
Am 29.03.1958  zur Jahreshauptversammlung trat Wilhelm Hering als erster Vorsitzender zurück.
Die kompletten Vorstände sind in einer eigenen Auflistung in der Festschrift nachzulesen.
Förderung der Jugend wurde als Ziel angesehen. Sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen, Skifahren und Waldlauf, gesellschaftliche Ereignisse, wie Filmabende, Sommernachtsfeste, Beteiligung an Festzügen, Tiroler Abende, auch Lehrgänge und nicht zuletzt die Arbeit am Skihang und den Loipen prägten das Vereinsleben.
Das Wetter war auch schon wie heute: sehr wechselhaft. Trotzdem konnte 1959 noch in Reichelsheim Ski gefahren werden. Im Sommer fiel das Sommernachtsfest dann wegen starken Regens aus.

 

1960 wurde ein „Tiroler Abend“ veranstaltet. Der Eintritt kostete1,50 DM!
Der Winter 1962/63 verdiente seinen Namen, und der Skiclub konnte zahlreiche Veranstaltungen durchführen. Mit 2 Nachttorläufen wurde bei beeindruckendem Fackelschein Ski gefahren.
Bis zum Winter 1963/64 konnte man mit einer kleinen Sprungschanze aufwarten.
1964 wurde beschlossen, den Vorstand nur noch alle 2 Jahre zu wählen.
1964 gab`s im Verein schon „Nordic Walking“ als Wettkampf, damals noch Stocklauf genannt. In Mannheim waren 100 Läufer am Start. Die Beerfelder schnitten bei dieser Premiere ausgezeichnet ab.
Etwas verspätet, am 23.04.1966 feierte der Verein sein 10 jähriges Bestehen.
Seit 1968 gibt es auch einen Sportwart für Leichtathletik, damals auch noch für Jugend und Skilauf zuständig, da sich die Aktiven in der schneelosen Zeit oft der Leichtathletik zuwendeten. Dieses Amt hatten als Erste Ludwig Schwöbel und Dietmar Roczen inne.
Ein nicht genannter Beerfelder Bürger stiftete einen Pokal für den Wilhelm-Hering-Gedächtnislauf.

 

Am Wilhelm-Hering-Gedächtnislauf im November 1970 nahmen 80 Läufer teil. Etwa die gleiche Anzahl geht auch heute an den Start.
Bei den Langlaufbezirksmeisterschaften der Klasse Schüler II wurde Heinz Lang Bezirksmeister. Gudrun Dörr belegte in der Klasse Schülerinnen II in den alpinen Bezirksmeisterschaften auch den 1. Platz.Ab 01.01.1971 wurde eine Beitragserhöhung für Erwachsene auf 10 DM festgesetzt.
Ab 1972 konnten die Skiclubmitglieder an einem Abend in der Woche das Hallenbad in der Schule benutzen.
Durch den Eintritt von Hadmut Hindorf erhielt der SCB die Sparte Orientierungslauf. Frau Hindorf errang die Hessische und Deutsche Meisterschaft.
Am 04.01.1973 probierten Läufer des SCB in Dieburg bei einem Volksskirennen eine Kunststoffpiste aus. Zwei erste Plätze (Andreas Schmucker, Manfred Holschuh) waren das Ergebnis.
Bei den Hessischen LL-Meisterschaften 1974 belegten in der 4x10 km-Staffel Ernst Braner, Wolfgang Schwöbel, Jürgen Wolf und Wolfgang Spiegel den 2. Platz.
Im Winter 1976 zeichneten sich schon die herausragenden Leistungen von Jürgen Wolf ab. Er konnte an den Europäischen LL Juniorenmeisterschaften teilnehmen.
1977 wird das Schwimmen wegen mangelnden Interesses nicht mehr angeboten.
Der Orientierungslauf wurde dem Deutschen Turnerbund unterstellt.
Auf der Sensbacherhöhe standen nun 2 Langlaufloipen und eine Umkleidehütte zur Verfügung.
Der Trimmtrab lief sehr gut.
Im Langlauf und der Leichtathletik werden bemerkenswerte Erfolge erzielt. Alpin war mangels Gelegenheit nichts zu verzeichnen. Skirollertraining wurde auch durchgeführt.
Mitte 1977 lag die Mitgliederzahl bei etwa120.
Im September 1978 wurde eine neue Satzung verabschiedet, die wegen des Nachweises der Gemeinnützigkeit und für Steuerangelegenheiten notwendig wurde.
Der Wilhelm-Hering-Gedächtnislauf zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahre und soll als herausragendes Ereignis mit guter Beteiligung und Erfolgen hier noch mal angesprochen werden.
Juni 1979 wurde die Jahreshauptversammlung mit einem Frühlingsfest verbunden.

 

Seit 13.06.1980 sind 2 Loipen im Langlaufatlas verzeichnet.
Am 01.11.1980 fand das 25jährige Jubiläum im Gasthaus Zur Glocke statt.
1981/82 wurde die 400m-Bahn eingeweiht, die Kunststoffloipe wurde erstellt, die Rennstrecke hergerichtet. Im alpinen Bereich lief es ganz gut, Langlauf war etwas flau, der Trimmtrab dagegen gut besucht.
Die Skigymnastik mit Musik war noch ausbaufähig.
Alpine und nordische Rennen waren zu verzeichnen.
Im Winter 1982/83  wurde aus Schneemangel nur ein Rennen alpin durchgeführt. Auf der Kunststoffloipe fand bei guter Beteiligung ein Staffellauf statt. Leider fehlte dem Verein der Nachwuchs.
Im Winter 1983/84 war die Schneelage besser, die Loipen gut besucht.
Das Skidoo hatte seinen Winterplatz in einem Anbau an der Talstation erhalten.
Waldläufe und verschiedene Langläufe wurden mit guten Ergebnissen besucht.
Alpinsportwart Willi Emig hat eine Gruppe von 10 bis 15 Jugendlichen aufgebaut, die schon gute Ergebnisse bei Testrennen gezeigt haben.
Leichtathletiksportwart Wolfgang Schwöbel musste leider feststellen, dass das Training ganz gut besucht war, aber die Teilnahme an Wettkämpfen sehr zu wünschen übrig ließ.
Unter anderem wurde am 24h-Lauf in Mörlenbach teilgenommen.
Der Winter 1984/85 brachte guten Schnee und zahlreiche Langlaufrennen, an denen insgesamt ca. 500 Läufer teilnahmen.
Auch alpin errangen Schüler und Jugendliche gute Erfolge.
Die Skigymnastik brachte eine Teilnehmerexplosion (pro Abend 40-45 Teilnehmer).
Im Jahr 1986/87 wurde beim 24h-Lauf in Mörlenbach der 3. Platz erzielt. Beim Gebr.-Grimm-Lauf hat Jürgen Wolf alle 5 Etappen gewonnen und damit den Gesamtsieg errungen.
Im August 1985 haben einige Skiclubler bei einer Bergtour am Watzmann in 2 Tagen 6000 Höhenmeter bewältigt.
1986 erschien 4 mal eine Skizeitung. Leider konnte sie aus Kostengründen 1987 nicht mehr aufgelegt werden.
Der Skibasar 1987 war ein voller Erfolg. Der Verein probierte über die Jahre Neues und behält Bewährtes.
Leichathletik, Alpin, Nordisch, Bergtouren waren immer wieder Schwankungen unterworfen. Die Aktiven und Helfer sollten doch meistens mehr sein.
Die Auswertung der Nordischen Bezirksmeisterschaften mit einer Beteiligung von 80 Läufern wurde mit dem Computer gemacht.
Der SCB hatte 216 Mitglieder.
Gudrun Hellbach machte für Kinder Trocken- und Schneetraining.
Die Jahresbeiträge für Kinder und Jugendliche wurden auf 18DM, und die Beiträge für Erwachsene auf 25 DM angehoben.
Der Skibasar, eine neuere Errungenschaft hatte einiges Geld in die Kasse gebracht.
Der Triathlon, eine wichtige Neuerung im Skiclub, wurde in einem gesonderten Artikel beschrieben.
Gesellige Veranstaltungen, wie Ochsenbrustessen vor Weihnachten und Kegelwanderung zum Jahreswechsel werden gerne besucht.

 

Der Winter 1991/92 war leider wieder mal schneelos, sodass kein Wettkampf in Beerfelden stattfinden konnte. Auswärts waren die Langläufer aber erfolgreich.
Die Bergtour zur Steinseehütte, die Skifahrten nach St. Anton und Portes du Soleil waren ein voller Erfolg. Skigymnastik und Trimmtrab waren stark besucht. Gudrun Hellbachs Übungsstunden für Kinder erfreuten sich großer Beliebtheit.
Die Mitgliederzahl lag schon bei 240.
Seit dem 26.05.1994 bekleidet Wolfgang Schwöbel das Amt des 1. Vorsitzenden und wird es hoffentlich noch lange bleiben. Er war und ist auch einer der erfolgreichen Aktiven des Vereins.
Ab 01.01.1995 wurde der Beitrag auf 36,-DM angehoben.
Im November 1995 fand das 40jährige Jubiläum im Gasthaus zur Glocke statt.
Es erfolgten 130 Ehrungen mit der Vereinsnadel.
Die sportlichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr waren sehr gut.
Robert Sauer wurde im Winter 1996 Hessenmeister im 15 km Skating.
Bei der Jahreshauptversammlung 1996 wurde der Bau des SCB-Vereinsheimes als Anbau an das TCO-Vereinsheim beschlossen.
Die größte sportliche Veranstaltung 1996 war der Duathlon unter Leitung von Siegfried Mehn.
1997 wurden mal wieder die fehlenden jungen Mitglieder beklagt.
Im April 1998 wurde mit dem Bau des Vereinsheimes begonnen. Es wurde auch der Eintrag in das Vereinsregister nötig, da Verträge abgeschlossen wurden.


Bau unseres Vereinsheimes

Das Vereinsheim enthält einen Aufenthaltsraum, Umkleideräume, Duschen , WC, Sauna. Hauptsächlich soll es von den Aktiven als Stützpunkt für das Lauftraining genutzt werden. Auch gesellschaftliche Veranstaltungen sollen abgehalten werden.
Die Stadt Beerfelden hat den SCB beim Bau sehr stark unterstützt. Außerdem steuerte sie einen Betrag von 9700 DM zur Errichtung des Dachstuhles bei. Sehr viel wurde in Eigenarbeit mit den fleißigen Helfern des Skiclubs erledigt. Mit Ernst Braner, Maurermeister und auch er ein erfolgreicher Sportler, war eine kompetente Bauleitung am Werk. Es fanden sich immer genügend Helfer zum Bau des Hauses, und es ging zügig voran.
Gudrun Hellbach trainierte erfolgreich den sportlichen Nachwuchs. Hajo Lange machte auch noch Walking und die Abnahme der Sportabzeichen.

 

2000 endlich im neuen Heim in der Stried. Das Haus wurde ohne Schulden gebaut. Rechner Heinrich Braner achtete sehr darauf. Die Sauna wird genutzt.
Schon Tradition sind die Ehrungen, die zu Jahreshauptversammlungen von der Stadt vorgenommen werden und die sehr gute Vereinsarbeit zeigen.
2002 wurde an jedem 1. Samstag eine MTB-Fahrt eingeführt. Auch ein Skiroller- und Inlinertraining wurde angeboten.
Seit Mai 2003 gibt es auch Nordic Walking Gruppen, die auf zertifizierten Strecken laufen können. Diese Sportart ist zur Zeit der große Renner.
Der Skiclub ist auch mit einer eigenen Homepage über das Internet zu erreichen. Siegfried Mehn sei Dank.

Der SCB hat sich 50 Jahre lang mit sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten einen Namen gemacht.
Die Mitgliederzahl liegt heute bei etwa 320.
Viele Aktive und Helfer sind in der Geschichte des Vereins verzeichnet. Sie alle nennen zu wollen, würde den Rahmen der Chronik sprengen. Einige sind in der Festschrift an anderer Stelle zu finden, ebenso auch die Sportwarte.
Wir hoffen, dass der Verein weiterhin gedeiht, und dass er für Kinder und junge Leute, die doch unser Nachwuchs sind, immer interessant sein wird.
 

Traudl Massing
Schriftführerin